Wang Wang gehörte niemandem – und doch gehörte sie allen. Die herrenlose Streunerhündin lebte in einem Dorf im Bezirk Jiedong in Jieyang, und die Dorfbewohner versorgten sie mit Essensresten.
Sie wurde Mutter: sechs Welpen. Fünf fanden ein Zuhause. Drei zwei Wochen alte blieben bei ihr, versteckt an einem geheimen Ort, den nur sie kannte.
Am 28. Juni 2026 fanden vier Kinder unter 14 Jahren das Versteck. Sie erschlugen die drei Welpen mit Stöcken. Dann töteten sie Wang Wang: Sie würgten sie, übergossen sie mit brennbarer Flüssigkeit und zündeten sie lebendig an. Trotz schwerster Verbrennungen kroch Wang Wang zu den Körpern ihrer toten Welpen – und starb dort, bei ihren Babys.
Die Täter konnten wegen ihres Alters nicht strafrechtlich verfolgt werden. Der Fall löste international Empörung aus und befeuerte die Forderung nach einem Tierschutzgesetz in China – einem der wenigen großen Länder ohne jeden Tierschutz. Wang Wang wurde zum Gesicht dieser Forderung.
Die Zeitleiste
VORHER
Wang Wang lebt als Streunerin im Dorf und wird von Bewohnern versorgt. Sechs Welpen, fünf davon vermittelt.
28.06.2026
Vier Kinder unter 14 Jahren finden ihr Versteck, erschlagen drei Welpen und töten Wang Wang auf grausamste Weise.
IHRE LETZTEN MINUTEN
Schwer verbrannt kriecht Wang Wang zu ihren toten Welpen und stirbt bei ihnen.
DANACH
Internationale Empörung – und die Forderung nach einem Tierschutzgesetz in China. Die Täter bleiben straffrei.
Hier ist es passiert
Jieyang, China
In Erinnerung an Wang Wang – und an alle Tiere, deren Geschichten nie erzählt werden.