Roxy war eine etwa dreijährige Schäferhund-Dobermann-Mischlingshündin und lebte im TiKo, dem Tierschutzkompetenzzentrum Kärnten. Mitte Dezember 2020 schien ihr großes Glück gekommen: Ein Mann adoptierte sie – unauffällig, freundlich, überzeugend.
Nach drei Wochen meldete der Halter Schwierigkeiten bei Hundebegegnungen und vereinbarte die Rückgabe. Doch Roxy kam nie zurück. Der Halter war nicht mehr erreichbar.
Später wurde Roxys Leiche bei einem Altstoffsammelzentrum gefunden, identifiziert durch ihren Chip. Sie war mehrfach mit einem Messer verletzt worden.
Vor Gericht erklärte der 40-jährige Halter, die Tötung sei ein »Probelauf« gewesen – seine Aggressionen hätten eigentlich seiner Ex-Freundin gegolten. Am 3. März 2021 wurde er wegen Tierquälerei und gefährlicher Drohung zu acht Monaten teilbedingter Freiheitsstrafe verurteilt, zwei Monate davon unbedingt, dazu Einweisung in den Maßnahmenvollzug bis zur Therapie. Roxys Fall zeigt, wie verletzlich Tiere bei Adoptionen sein können.
Die Zeitleiste
MITTE DEZEMBER 2020
Roxy wird aus dem Tierschutzkompetenzzentrum Kärnten adoptiert.
DREI WOCHEN SPÄTER
Der Halter vereinbart die Rückgabe – doch Roxy kommt nie zurück, er ist nicht mehr erreichbar.
JANUAR 2021
Roxys Leiche wird bei einem Altstoffsammelzentrum gefunden – per Chip identifiziert, mehrfach mit einem Messer verletzt.
03.03.2021
Urteil: acht Monate teilbedingte Freiheitsstrafe plus Maßnahmenvollzug. Der Täter nannte die Tötung einen »Probelauf«.
Hier ist es passiert
Klagenfurt, Österreich
In Erinnerung an Roxy – und an alle Tiere, deren Geschichten nie erzählt werden.