Henriette – alle nannten sie Jette – war eine Šarplaninac-Mix-Hündin mit einer harten ersten Lebenshälfte: 2024 wurde sie verlassen und verwahrlost auf einem Müllplatz in Bosnien gefunden.
Die Tierschutzorganisation »Pfoten ohne Namen« päppelte sie auf und brachte sie im November 2024 nach Deutschland. Jette wurde an eine Frau mit Haus und Garten vermittelt – mit einer klaren Bedingung: Eine Weitergabe war vertraglich ausgeschlossen.
Doch unter ungeklärten Umständen gelangte Jette zu einer 21-jährigen Frau und einem 41-jährigen Mann in Pößneck. Den beiden wird vorgeworfen, Jette im November 2025 in ihrer Wohnung medikamentös vergiftet und stranguliert zu haben.
Am 9. Dezember 2025 schalteten zwei Tierschutzvereine das Veterinäramt ein. Die Kriminalpolizei übernahm, Jettes Körper wurde exhumiert und untersucht. Gegen die Beschuldigten wurden Tierhalte- und Betreuungsverbote verhängt. Die Ermittlungen wurden im Juli 2026 abgeschlossen – ein Urteil gab es bis zum 15. August 2026 nicht.
Die Zeitleiste
2024
Jette wird verlassen und verwahrlost auf einem Müllplatz in Bosnien gefunden.
NOVEMBER 2024
Vermittlung nach Deutschland – mit vertraglichem Weitergabeverbot.
NOVEMBER 2025
Jette wird in einer Wohnung in Pößneck getötet – mutmaßlich vergiftet und stranguliert.
09.12.2025
Zwei Tierschutzvereine schalten das Veterinäramt ein. Kriminalpolizei ermittelt, Jettes Körper wird exhumiert.
JULI 2026
Ermittlungen abgeschlossen, Tierhalteverbote verhängt – ein Urteil steht noch aus.
Hier ist es passiert
Pößneck, Deutschland
In Erinnerung an Jette – und an alle Tiere, deren Geschichten nie erzählt werden.